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Von der Scheune in die ganze Welt

Existenzgründerkurs der Technikerschule besucht SW-Motech

Am 21. November besuchte ein Teil der angehenden Techniker der 11FSM das Unternehmen SW-Motech, führender Hersteller von Motorradzubehör in Rauschenberg. Im Rahmen des Existenzgründungsunterrichtes wollten die Studierenden mit ihrer Lehrerin, Annegret Müller, Einblick in das Unternehmen erhalten, welches als „Vorzeigeunternehmen“ für eine erfolgreiche Gründung im Landkreis gilt.

Begrüßt wurden die Studierenden von einem ehemaligen Absolventen der Technikerschule, Herrn Maurice Edelmann, der nun in dem Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung tätig ist. Herr Edelmann führte die angehenden Techniker in den großen Konferenzsaal im neuen Gebäude der Firma. Dort übernahm Mitgründer Kai Jockel das Wort und gab den Studierenden einen informativen und zugleich unterhaltsamen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Unternehmens:

Der Grundstein der Firma wurde 1994 gelegt, als Jörg Diehl und Jürgen Swora in Libyen mit selbst konstruierten Hecktanks auf das Interesse anderer Motorradfahrer stießen. Aufgrund der großen Nachfrage begannen sie die Produktion in einer kleinen Scheune in Bracht und gründeten fünf Jahre später gemeinsam mit Kai Jockel die Firma SW-Motech. Aufgrund ständigen Wachstums baute das Unternehmen immer wieder seine Produktionsstätten aus und gründete ein weiteres Werk in Tschechien. 2003 wurde mit einem vierten Geschäftsführer, Achim Kessler, die Produktpalette um den Bereich „Taschen und Gepäck“ erweitert. Heute ist SW-Motech in über 60 Ländern präsent, beschäftigt insgesamt 260 Mitarbeiter und bildet in vielen Ausbildungsberufen aus, z.B. Industriekaufleute und Mechatroniker. Während seines Vortrages berichtete Kai Jockel auch offen über Rückschläge und Misserfolge während der Gründungsphase; ebenso verdeutlichte er, welche Schwierigkeiten auf ein Unternehmen zukommen, wenn dieses ein schnelles Wachstum, zum Teil um 50 % pro Jahr, zu verzeichnen hat.

Nach dem Vortrag hatten die Studierenden ausführlich Zeit, Fragen zum Bereich „Existenzgründung“ zu stellen. Hier wurden weitere unternehmensrelevante Themen angesprochen, wie z.B. Standortentscheidungen, Namensgebung, der Umgang mit Patenten, die Herausforderungen von Industrie 4.0 oder die Produktion im Ausland.

Mit reichlich Informationen versorgt traten die Studierenden im Anschluss gemeinsam mit Herrn Edelmann dem Firmenrundgang an. Hier bekamen sie Einblick u.a. in die Bereiche Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung, Vertrieb, Marketing und Lager. Am Ende der Führung konnten noch vorhandene Fragen gestellt und geklärt werden und somit wurde der Besuch bei SW-Motech zu einer „runden Sache“.

„Letztendlich bleibt ein guter Eindruck und ein interessanter Einblick in eine eher ungewöhnliche Existenzgründung im Gedächtnis“ und „die Besichtigung hat einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen und gezeigt, dass auch aus unscheinbaren Ideen ein erfolgreiches Geschäftsmodell entstehen kann“, waren die Resümees der Studierenden. Auch als potenzieller Arbeitgeber für angehende Techniker hat sich SW-Motech an diesem Tag empfohlen.