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Planspiel WIWAG findet großen Anklang

Das große Erschöpfungstief, das nach den schriftlichen Prüfungen der angehenden Industriekaufleute normalerweise einsetzt, ist gemeistert: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 12W6.3 und 12W6.2 sind positiv überrascht von dem erstmalig stattfindenden Planspiel WIWAG, welches das Zeitfenster nach den Prüfungen perfekt ausfüllt.

Bei dem Planspiel handelt es sich um eine computergestützte Unternehmenssimulation, bei der die Teilnehmenden eigenverantwortlich eine Expertenposition einnehmen. Sie übernehmen mit ihren Teammitgliedern die Unternehmensführung und müssen inhaltliche und ökonomische Aspekte verhandeln und „verteidigen“.

„Wir müssen richtig kämpfen“, meint eine Schülerin, „aber ich habe das Gefühl, wir können unser ganzes Fachwissen mal in anderer Form anwenden“. Man merkt den engagierten Diskussionen an, dass jeder sich mit seinem Unternehmensbereich auseinandersetzt und Verantwortung übernimmt. Dass dabei das eigene Budget als das Wichtigste erscheint, ist nur allzu verständlich. Insgesamt stehen Kennzahlen und Budgets fest und es gilt das kommende Geschäftsjahr so erfolgreich wie möglich abzuschließen, um die anderen Teams zu übertreffen. Die Auswertung ist dann aber sogar so detailliert, dass man die einzelnen Bereiche miteinander vergleichen kann. Dadurch können die unternehmerischen Schwachstellen identifiziert werden.

Die wechselnden Szenarien bringen Dynamik in das Spiel. So müssen etwa Aspekte wie geändertes Verbraucherverhalten, Imageprobleme des Unternehmens, aber auch Entwicklungsbedarfe technischer Art berücksichtigt werden. Übergeordnete Problemstellungen der Ökologie und Politik müssen ebenfalls in kreativer Weise gelöst werden.

„Es steht und fällt mit der Gruppenmotivation“, sagen die Schüler und Schülerinnen ganz ehrlich. Auch die inhaltliche Tiefe wird sehr realistisch eingeschätzt. „Auf einer Schwierigkeitsskala von 1-10 würde ich eine acht oder neun geben“, sagt ein Teilnehmer, „man muss sich schon ganz schön anstrengen“. Daher kommen einige Teilnehmer auch zu der Einschätzung, dass sie mehr Zeit gebraucht hätten. Alle sind sich aber einig, dass die Zeit nach den Prüfungen das perfekte Zeitfenster darstellt, um in einem engagierten Gruppenprozess vertiefte Einblicke in das betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens zu gewinnen.