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"Senior Experte" Helmut Henkel bei den Technikern

Die 20 Studierenden, die das Wahlpflichtfach „Existenzgründung“ im Rahmen ihrer Ausbildung zum/zur Techniker/in belegt haben, konnten am 19.03.2018 einen besonderen Gast im Unterricht begrüßen:
Helmut Henkel, langjähriger Unternehmer und Ehrenkreishandwerksmeister, nahm sich Zeit, um den angehenden Technikerinnen und Technikern aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz zu berichten.

Auch Helmut Henkel hatte zu Beginn seiner Karriere das Technikerstudium absolviert und laut eigenem Bekunden zuerst keine Ambitionen, sich selbständig zu machen. Über die Entwicklungsabteilung eines Marburger Pharmaunternehmens kam der heute 71-Jährige dann doch zurück in das Handwerk, gründete die erste von zahlreichen Firmen und begann so seine Karriere als Unternehmer, die er vor 11 Jahren mit dem Verkauf seiner Firma H.P.W. GmbH beendete.

Helmut Henkel berichtete den Studierenden über seine Erfahrungen während der Gründungsphase seines ersten Unternehmens, z.B. bei der Finanzierung und der Wahl der Unternehmensform. Er gab weitere Hinweise, die bei einer Existenzgründung hilfreich sind, z.B. bezüglich der Standortwahl, der Bildung von Netzwerken oder der wirtschaftlichen Prüfung vor der Übernahme eines Unternehmens. Die Beschäftigung mit betriebswirtschaftlichen Inhalten sei eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Leitung eines Unternehmens, da man täglich u.a. mit Fragen bezüglich des Abschlusses von Kaufverträgen, der Gewährleistung, der Nachweispflicht etc. konfrontiert sei. Unterstützung könne man sich von den Kammern und der Kreishandwerkerschaft holen, die diverse Angebote zur Beratung von Selbständigen und Existenzgründern machten. Auch der Senior Experten Service, für den Herr Henkel ehrenamtlich tätig ist, wäre für spezielle Fragen eine gute Adresse.

Herr Henkel wies die Studierenden darauf hin, dass dieses Studium zum/zur Techniker/in eine Zäsur in ihrem Berufsleben darstelle - auch wenn sie sich nicht selbständig machen würden:
Egal, welcher Tätigkeit sie nach diesem Studium nachgingen: Auch als Angestellte in der mittleren Führungsebene müssten sie nun Aufgaben bewältigen, die denen eines Selbständigen ähnlich seien: Selbständigkeit, Eigeninitiative und Mitverantwortung für den Erfolg der Firma wären nun Anforderungen, die an sie gestellt würden und die sie bewältigen müssten.

Die Studierenden waren sehr beeindruckt: „Hier bekommt man viele Anregungen dafür, welche beruflichen Möglichkeiten man als Techniker hat“, „es ist sehr interessant, von den Erfahrungen zu hören, verwoben mit unserem eigenem Berufsbild und Werdegang“; so waren zwei von vielen positiven Rückmeldungen.