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Auslandspraktikum in Irland

Seit 2014 erhalten die Industriekaufleute an den Beruflichen Schulen die Möglichkeit, während ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland durchzuführen. Das Praktikum wird durch das Europäische Förderprogramm „Erasmus“ finanziell unterstützt. Die Organisation findet in Kooperation mit Arbeit und Bildung e.V. in Marburg statt, die die Möglichkeit haben, solche geförderten Praktikumsplätze an unsere Schülerinnen und Schüler zu vergeben.

Nachdem bereits mehrere angehende Industriekaufleute in England und Malta ihr Praktikum absolviert haben, haben nun weitere Auszubildende die Chance genutzt, einen Einblick in ein ausländisches Unternehmen zu erhalten:

Reisebericht von Julia Görge, Auszubildende bei Temmler Pharma GmbH in Marburg:

Schon an meinem ersten Tag in der irischen Kleinstadt Killorglin wurde ich herzlich in meinem Praktikumsbetrieb, Temmler Ireland Ltd., aufgenommen. Temmler Irland Ltd. ist, wie mein Ausbildungsbetrieb Temmler Pharma GmbH, ein Mitglied der Aenova Gruppe. Die Aenova ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Pharma- und Healthcare-Branche.

Während meiner Zeit dort unterstützte ich meine Kolleginnen und Kollegen bei ihren täglichen Aufgaben. Besonders gut gefiel mir, dass ich im kaufmännischen Bereich eingesetzt wurde, was bei meiner Ausbildung zur Industriekauffrau sehr hilfreich war. Ich beschäftigte mich mit dem Scannen von Bestellungen, sowie dem Dokumentieren des Lagerbestandes. Außerdem übersetzte ich Emails und Excel Dokumente für meine Kollegen, füllte Versanddokumente aus und erstellte Proforma-Rechnungen.

Nach Feierabend und an den Wochenenden versuchte ich so viel von der Umgebung zu sehen, wie ich konnte. Über einige Bus Touren konnte ich z.B. eine Rundreise um den Ring of Kerry machen und die irischen Küsten besuchen. Zudem fuhr ich zusammen mit ein paar meiner Kollegen in die Nachbarstadt Killarney. Dort konnte man den National Park besuchen oder an verschiedenen Sightseeing-Touren teilnehmen.

Meine Kollegen, die sehr daran interessiert waren über das Leben in Deutschland zu erfahren, halfen mir bei der Organisation meiner Tagesausflüge und erzählten mir viel über das irische Leben. So erfuhr ich auch von Puck Fair, einem Stadtfest in Killorglin bei dem eine Ziege für einen Tag zum König gekrönt wird. Ich bemerkte schnell, dass die Iren ein bisschen verrückt sind, aber das macht sie meiner Meinung nach auch so sympathisch. Leider findet dieses Fest im August statt, so dass ich es nicht selbst miterleben konnte.

Am Ende meines Auslandspraktikums kann ich also sagen, dass es eine tolle Erfahrung war den Schritt alleine ins Ausland zu wagen und den Alltag und das Arbeitsleben der Iren kennenzulernen. Ich war erstaunt über die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschafft der Iren. Frei nach dem Motto „It’s nice to be nice!“.