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Aktion "Kleidertausch": Tauschen statt kaufen

Wer kennt das nicht? Jeder hat Kleidung im Schrank hängen, die nicht mehr zu den persönlichen Favoriten gehört oder die nicht mehr passt, aber zu schade ist, um sie wegzuwerfen. Wer erinnert sich nicht an Shopping-Touren, die dann doch den einen oder anderen Fehlkauf offenbarten, der jetzt den Kleiderschrank verstopft?

Und so war schnell die Idee geboren, den eigenen Kleiderschrank auszumisten und einer Frühlingskur zu unterziehen. Anstatt die ausgemisteten Stücke einfach wegzuwerfen, sollten sie zum Tauschen angeboten werden. Das taten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 TX9 und so verwandelte sich der Klassenraum am letzten Schultag vor den Osterferien in einen überdimensionalen Kleiderschrank, der von T-Shirts, Kleidern, Hosen, Röcken, Pullis, Jacken bis hin zu ausgefallenen Kostümen sowie Accessoires alles bot, was das Mode-Herz begehrt.

Ressourcenschonend das eigene Konsumbedürfnis befriedigen stand dabei an diesem Tag im Vordergrund. Der Kleidertausch bildete den Abschluss einer Unterrichtseinheit, die den grenzenlosen Konsum neuer Kleidung und die damit verbundenen menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in den sogenannten Billiglohnländern sowie die ökologischen Folgen für die Umwelt thematisiert hatte. In der zurückliegenden Unterrichtseinheit haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam überlegt, inwieweit sie selbst durch ihr Konsumverhalten Einfluss auf die Produktionsbedingungen von Textilwaren und die zunehmende Umweltbelastung durch immer schneller wachsende Kleidermüllberge nehmen können.

Der Einladung zur „Bring & Trade“-Aktion kamen auch die Mitschülerinnen und Mitschüler aus Mittel- und Oberstufe gerne nach. Und so wurde zwei Stunden lang Kleidung anprobiert und getauscht. Viele Kleidungsstücke wechselten so ihren Besitzer.

Der Kleidertausch war eine rundum gelungene Aktion! Die Gewissheit darüber, einen individuellen Beitrag zu einem sozial und ökologisch verantwortlichen Kleiderkonsum geleistet zu haben, stand hierbei im Vordergrund. Darüber hinaus gingen die meisten mit Glücksgefühlen und Freude darüber in die Ferien, ein neues Lieblingsstück gefunden zu haben.

Und auch darüber waren sich alle Beteiligten einig: was innerhalb des Fachbereiches Textil angefangen hat, könnte zukünftig auf die Schulgemeinde ausgeweitet werden, um auch andere Schülergruppen für einen ethischen Konsum in Sachen Kleidung zu sensibilisieren.

M. Immink
FB Textil- und Bekleidungstechnik