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Das Modenschau-Karusell dreht sich wieder

Das neue Schuljahr hatte kaum begonnen und schon waren die Planungen für die Modenschau 2017 in vollem Gange. Die angehenden Maßschneiderinnen und Maßschneider möchten die Besucher im nächsten Frühjahr mitnehmen auf eine Reise rund um den Globus. Metropolen, wie New York, Barcelona und Paris, unterschiedliche Klimazonen vom Regenwald bis hin zur Wüste sowie kulturelle Einflüsse verschiedener Länder standen Pate bei dem Entwerfen der Modelle. An drei aufeinanderfolgenden Projekttagen war die Kreativität der Schülerinnen und Schüler gefragt, Modelle zu zeichnen, die vom Design sowie von der Farb- und Materialauswahl zum jeweiligen Unterthema passen. Die Anstrengungen haben sich auf jeden Fall gelohnt und so konnten unzählige Entwürfe in einer abschließenden Präsentation vorgestellt werden.

Mit den Zeichnungen im Gepäck führte uns eine Studienfahrt zwei Wochen später nach Aschaffenburg. Ziel der Fahrt war der Stoffeinkauf bei zwei dort ansässigen Stoffgroßhändlern. Die Firma Resotex und die Firma Hager Stoffe hießen unsere Reisegruppe, bestehend aus insgesamt 43 Schülerinnen und Schülern sowie 5 Lehrkräften des Fachbereiches Textil- und Bekleidungstechnik, herzlich willkommen und so konnten unzählige Stoffe unter die Lupe genommen werden.
Am Ende des Tages waren alle erschöpft angesichts der riesigen Material- und Farbauswahl und glücklich zugleich, denn für fast alle Modelle hat sich ein passender Stoff gefunden.

Nach einer erholsamen Übernachtung in der Jugendherberge in Darmstadt ging es in das Hessische Landesmuseum, das mit der Sonderausstellung „CHIC!“ zu aufwändig restaurierten Kostümoberteilen des 17. Jahrhunderts aufwartete. In einer sehr informativen Führung konnten die Schüler nicht nur Interessantes zu textilen Verarbeitungstechniken kennenlernen, sondern haben auch erfahren, dass Wams und Mieder vor 400 Jahren chic waren und das Schönheitsideal - im Gegensatz zu heute - ein ganz Anderes war.

Die angehenden Maßschneiderinnen und -schneider können sich nun in den nächsten Wochen und Monaten voll und ganz der Fertigung ihrer Modelle widmen. Dazu werden im Unterricht Schnitte konstruiert, Stoffe zugeschnitten und die Modelle genäht. Zwischendurch sind immer wieder Anproben und Kontrollen erforderlich, so dass jedes einzelne Kleidungsstück am Ende „sitzt“. Am 28. April 2017 heißt es dann Vorhang auf und die Besucher der Modenschau dürfen gespannt sein auf Mode, die den Hauch der großen weiten Welt verbreitet.

(M. Immink, Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik, 12.10.2016)