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Maßschneiderwerkstätten

Umbaumaßnahmen abgeschlossen

Am Mittwoch, den 16. März besuchte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow zusammen mit Tanja Pfeifer und Klaus Hermann vom Schulgebäudemanagement des Landkreises Marburg-Biedenkopf die Beruflichen Schulen Kirchhain. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Schulleitungsteams besichtigten sie nach dem Abschluss der Umbaumaßnahmen die neue Textilwerkstatt im Erdgeschoss des Gebäudes 2.

Schulleiter Frank Heiwig betonte in seiner Ansprache die konstruktive Zusammenarbeit aller am Umbau Beteiligten. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. In vier hellen, lichtdurchfluteten Räumen lernen ca. 40 Auszubildende das Handwerk der Maßschneiderei.

Im ersten Ausbildungsjahr steht neben dem Erlernen von Basistechniken, wie z. B. dem perfekten Einsetzen von Reißverschlüssen die Fertigung erster einfacher Kleidungsstücke im Vordergrund. Im zweiten Jahr werden dann Kleider, Blusen, einfache Jacken und Hosen gefertigt bis anschließend im dritten Ausbildungsjahr sogar historische Gewänder genäht werden.
Der Höhepunkt eines jeden Ausbildungsjahres ist jedoch die jährliche Modenschau. Hier zeigen alle Auszubildenden gemeinsam ihr ganzes handwerkliches Können, das sie sich in Fachtheorie und Fachpraxis erworben haben. Mit viel Gespür für Farben, Formen, Stoffe und Liebe zum Detail kreieren sie zu einem selbst gewählten Motto Modelle, die das begeisterte Publikum staunen lassen.

Miriam Immink, Fachbereichssprecherin Textiltechnik und Bekleidung, freute sich über das ansprechende Ergebnis des Umbaus. Die Zusammenlegung der Werkstätten ermögliche den Auszubildenden der verschiedenen Ausbildungsjahre einen besseren Austausch. So könnten sie sich gegenseitig unterstützen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. Außerdem gebe es jetzt auch genügend Platz für einen großen Zuschneideraum, ein Stofflager sowie einen Ankleideraum.

Beeindruckt von der Kunstfertigkeit der ausgestellten Modelle erkundigte sich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow während des Rundganges nach den beruflichen Perspektiven der angehenden Maßschneiderinnen. Fachpraxislehrerin Rosel Wenzel erläuterte, dass frühere Auszubildende sowohl in Änderungsschneidereien oder auch als Kostümbildnerinnen an Theatern eine Stelle gefunden hätten. Andere Auszubildende wagten den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffneten ein eigenes Maßschneider-Atelier. Aber auch ein weiterführendes Studium im Bereich Modejournalismus oder Modedesign sei denkbar.