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Gesellenprüfung Maßschneider

Folgende Maßschneiderinnen haben nach dreijähriger vollschulischer Ausbildung an den Beruflichen Schulen Kirchhain erfolgreich ihre Gesellenprüfungen abgelegt:

Dilek Bekmezci, Sina Broksch, Andrea Eisenkrein, Annalena Frank, Heidi Geißler,
Jennifer Klinger, Sina Sommer, Réka Tóth, Annika Watzek, Noreen Weinreich
(Ausbilderin Ute Schlenger; Ausbildungbetrieb Liebe-Lache-Leben in 34508 Usseln)

Sie alle dürfen stolz sein auf das, was sie in den vergangenen Wochen geleistet haben, und bekommen in Kürze ihre Gesellenbriefe verliehen. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Zunächst haben die Schülerinnen ihr Gesellenstück entworfen. Dabei lagen fertigungstechnische Kriterien zugrunde, die bei der Entwurfsplanung berücksichtigt werden mussten. In einem ersten Fachgespräch wurden die Ideen mittels Modellskizzen und technischen Zeichnungen dem Prüfungsausschuss präsentiert. Die Erstellung eines Kundenprofils diente den Schülerinnen dazu, sowohl bei der Modellauswahl als auch bei der Stoffauswahl die bevorzugten Stilrichtungen ihrer Kundinnen aufzugreifen und auf gestalterische Wünsche einzugehen

Während des 40-stündigen praktischen Teils der Gesellenprüfung, der sich über fünf Tage erstreckte, entstanden vielfältige Bekleidungskombinationen. Die Schülerinnen haben ihre hervorragende Materialkenntnis und perfekte Handarbeit unter Beweis stellen müssen, um hochwertige Unikate anzufertigen. Die maßgefertigten Gesellenstücke aus Seide, Schurwolle sowie Leinen bestechen darüber hinaus durch Schmucktechniken, wie handgefertigte Posamentenknöpfe, Perlenstickereien, Paspellierungen, Blendenverarbeitung, kunstvoller Kordelverarbeitung sowie applizierter Spitze.

Neben der praktischen Prüfung galt es auch, die fachtheoretischen Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Der Prüfungsausschuss zeigte sich auch hier sehr zufrieden mit den Leistungen der diesjährigen Gesellinnen. Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft haben sich also gelohnt.

Dieses kreative und gleichzeitig anspruchsvolle Berufsfeld bietet ein vielfältiges Potential zu unterschiedlicher Weiterentwicklung. Kostümbildnereien, Maßschneiderateliers, Theaterwerkstätten und Modefirmen bieten entsprechende Betätigungsfelder. Vielleicht erwägt die eine oder andere auch das Ablegen der Meisterprüfung.

Neugierde und das “Denken über den Tellerrand hinaus” sind für die frisch gebackenen Gesellinnen auf jeden Fall wichtig, um ein Gefühl zu bekommen, wohin der erlernte Beruf führen kann. Jede Kundin ist einzigartig und Bekleidungen sind niemals gleich.